Schlagwort-Archive: Dorf

Meine liebste nach-der-Arbeit-Beschäftigung

Ich liebe es einkaufen zu gehen. Nicht Klamotten oder Schuhe, Lebensmittel. Ich gehe gern in den Supermarkt. Da ich als Single mit ständig wechselnden Essvorlieben nie große Vorräte anlege, gehe ich mehrmals die Woche (manchmal auch mehrmals täglich) in den Supermarkt, der idealer- (oder tückischer-) weise auf der Strecke zwischen Arbeit und Wohnung liegt und bis 22 Uhr auf hat. Ein Umstand, den ich sehr schätze,

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Silvester – immer dasselbe Problem

Silvester steht an und ich habe wie in den letzten zwei Jahren das Problem: Wo feiern?

Meine Clique besteht aus Müttern und Vätern und ist hunderte Kilometer entfernt. Wir hatten schöne Feiern. Wir haben den Blick zurück und voraus zelebriert, viel geredet, gespielt, getanzt, gelacht. Das waren meine Leute.

Hier habe ich keine Leute in dem Sinne. Ich kenne hier und da jemanden, aber es gibt keine Clique.

Nun, das erste Jahr hier war ich allein zu Haus, war gerade erst her gezogen. Letztes Jahr war ich auf einer Party mit Leuten, die ich ‚Bekannte’ nennen würde (Unter ihnen der Wellpappenmann). Es kam mir wie ein Armutszeugnis vor, dort zu sein. Ich habe nicht dazu gehört. Es stand auf meiner Stirn,

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Der Wellpappenmann, die Zweite

Mein erstes Blind Date. Wir haben uns vor einem Café verabredet. Ich bin blöderweise nicht allein gekommen: Der Wellpappenmann ließ sich nicht zu Hause in einer Kiste unters Bett sperren.

Ich bin schon da und erkenne mein Date sofort, als er auf mich zu gelaufen kommt.

„Ich bin wesentlich größer.“ Sagt der Wellpappenmann gelangweilt, die Hände tief in den Hosentaschen.

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Jobbeschreibung Großtierarzt

Ich bin aufs Land gezogen, weil ich gern in einer Großtierpraxis arbeiten wollte. Tatsächlich gelandet bin ich in einer Gemischtpraxis. Wir haben einen Großtieranteil von 70%, Kleintierpraxis entsprechend 30%. Pferde behandeln wir so gut wie gar nicht, wofür ich dankbar bin. Pferdeleute sind ein eigenes Volk mit einem mehrheitlich schlechten Ruf. Aber es gibt überall solche und solche, also genug davon.

Die Großtierpraxis sollte es aus verschiedenen Gründen sein: Weiterlesen

Man sieht sich immer zweimal im Leben.

Zurzeit muss ich häufig an ein Sprichwort denken: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Ich habe das so verstanden, dass man nett zueinander sein soll. Es könnte ja sein, dass man sich wieder sieht und der andere im Vorteil ist, irgendwie gebraucht wird. So gedeutet ergab dieser Satz in meiner Großstadtwelt Sinn.

Seit ich auf dem Land lebe,

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Was uns alle interessiert

Also, wir als soziale Wesen fühlen uns nur richtig wohl, wenn wir irgendwo dazugehören. Ich mache mir soviel Gedanken über Einsamkeit und zu wenig über das Dazugehören/ Gruppendynamik. Das ändert sich ab sofort. Das Glas ist ja schließlich auch halbvoll.

Möglichkeiten, dazu zu gehören:

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Ich bin ein Großstadtkind auf dem Dorf.

Aufgewachsen bin ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, taghell erleuchteter lebendiger Innenstadt bei Nacht, einem Überangebot an fremdländischen Restaurants und jeder Art von Kultur. Wir haben uns über allen möglichen Kram Gedanken gemacht. Der Coolste war der mit den intelligentesten Wortwitzen und dem umfangreichsten Wissen über Politik, Geschichte und Musik.

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