Archiv für den Monat Januar 2014

Ein Landwirt zu seinem Tierarzt

Ich folge dem Landwirt durch den Liegeboxenlaufstall zu unserer Patientin. Ein paar neugierig-aufdringliche Kühe sind uns dicht  auf den Fersen. Sowas kann auch mal gefährlich werden. Scherzhaft beschwere ich mich, dass ich hinten laufen muss und bekomme folgende Antwort:

„Tierärzte gibt es doch genug. Im Gegensatz zu uns Bauern.“

 

(Wir haben beide gelacht, obwohl ich es irgendwie nur halb lustig finde.)

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Tierquälerei und Antibiotikamissbrauch – einfach erklärt

Es ist endlich an der Zeit, den Text zu schreiben, mit dem dieses/dieser Blog eigentlich hätte beginnen sollen. Den Text, den ich in Grundzügen seit langem im Kopf habe.

Thema soll die ‚aktuelle’ Debatte um Tierwohl, Landwirtschaft und Fleischproduktion sein. Ich möchte seit langem darüber schreiben, lediglich der Tritt in den Arsch fehlte. Nun kam er in Form einer Fortbildung von und für Tierärzte, bei der über dieses Thema diskutiert wurde.

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Die unvergessliche Schülerpraktikantin

Unsere Praxis ist eine beliebte Anlaufstelle für Schülerpraktikantinnen. Jedes Jahr sitzen kleine Mädchen auf meinem Beifahrersitz. Sie sind in der Regel 14 oder 15 und jedes Mal staune ich Bauklötze: 1. Sie sehen in der Regel aus wie 19jährige Topmodels. 2. Sie sind im Gegensatz dazu wahnsinnig klein (jung) im Kopf. 3. Sie kriegen nie die Zähne auseinander, sehen keine Arbeit und sind irgendwie gänzlich unbeteiligt am Geschehen.

Aber mittlerweile sind sie mir so viel lieber. Wir hatten nämlich eine Praktikantin, die alles auf den Kopf gestellt hat. Ich nenne sie Annika*.

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Zu Gast

Ich gehe zu den Leuten nach Hause. Egal, ob Großtier oder Kleintier, häufig stehe ich plötzlich in der Küche oder im Wohnzimmer. Mir ist es in der Regel unangenehmer als den Bewohnern. Hier schneit jeder bei jedem unangemeldet rein. Aber ich fühle mich unwohl als Nicht-Familienmitglied in den jeweiligen heiligen Hallen zu stehen. Ich fand es schon immer schwierig bei anderen Leuten zu Besuch zu sein. Ich führe das auf folgendes Erlebnis zurück: Weiterlesen

Der Wellpappenmann, die Dritte oder ‚Silvester – Tatsachen und Nachbereitung‘

Nun, da ich so ausgiebig gejammert habe, kann ich euch meinen Silvesterbericht schlecht vorenthalten. Aber seid gewarnt: das Unglück geht in die nächste Runde:

Es ist Option drei geworden und anderthalb Stunden vor vereinbarter Abholzeit schrieb mir mein Kumpel per SMS, dass nicht er mich abholen würde, sondern kein geringerer als der Wellpappenmann!

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