Jobbeschreibung Großtierarzt

Ich bin aufs Land gezogen, weil ich gern in einer Großtierpraxis arbeiten wollte. Tatsächlich gelandet bin ich in einer Gemischtpraxis. Wir haben einen Großtieranteil von 70%, Kleintierpraxis entsprechend 30%. Pferde behandeln wir so gut wie gar nicht, wofür ich dankbar bin. Pferdeleute sind ein eigenes Volk mit einem mehrheitlich schlechten Ruf. Aber es gibt überall solche und solche, also genug davon.

Die Großtierpraxis sollte es aus verschiedenen Gründen sein:

Ich genieße es draußen zu sein und mich zu bewegen, fahre gern Auto, schätze es sowohl meine Hände benutzen zu müssen zum Besamen oder bei der Geburtshilfe wie auch meinen Kopf um Symptome zu einer Diagnose zusammen zu bauen und mir eine Therapie zu überlegen. Und ich liebe Kühe! Alles schon erwähnt im Artikel ‚Die Kuh’.
Außerdem hat mich das Landleben gereizt. Es wird ja immer gern ein wenig romantisiert, Natur, Zusammenhalt, Großfamilie etc. Davon bin ich geheilt. Aber an weiten Horizonten, Himmeln und Wolken in allen Farbschattierungen, knallgelben Rapsfelden und frischer Luft kann man nix herumromantisieren! Das ist einfach schön! Und wenn meine Arbeit dann darin besteht, mit dem Auto durch diese Landschaften zu fahren (an denen man zu jeder Jahreszeit etwas Schönes finden kann!), Radio zu hören und hin und wieder auszusteigen, um in einen Kuhstall zu gehen, in dem es aromatisch nach Silage riecht und in dem mich zwanzig Paar schwarze sanfte Augen neugierig mustern, dann habe ich einfach mal den geilsten Job der Welt!

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