Wie bitte?

In unserer Praxis haben wir neben den normalen Sprechzeiten eine 24-Stunden-Notfallbereitschaft. Jeden trifft es mal. Gestern dann mich. Es war abends um halb zehn. Ich war beim Sport. Das Telefon klingelte.

Nachdem jeder seinen Namen gesagt hatte, meinte die Anruferin: „Meine Katze hat eine Zecke.“

Äääähm. „Wie bitte?“

„Meine Katze hat eine Zecke.“

Ich sehe noch mal nach. Es ist tatsächlich 21.32 Uhr. „Haben Sie eine Zeckenzange im Haus?“

„Nee.“

„Man kann das auch mit den Fingern machen. Wichtig ist nur …“

„Ich fasse die nicht an.“

Okay. Durchatmen. Jetzt bloß nichts Falsches sagen. Für Notfälle mache ich mich ohne zu Murren auf den Weg, ehrlich. Das ist mein Job und ich mach ihn gern. Aber wegen einer Zecke …?!

„Können Sie die nicht raus machen?“ fragte sie prompt.

Vor meinem inneren Auge sah ich Homer Simpson zusammenzucken und ‚Nein!’ sagen.

Noch ein Versuch: „Können Sie morgen früh um acht in die Praxis kommen?“

„Jaaaha.“

Halleluja. Glück gehabt. Restlicher Abend gerettet.

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