Archiv für den Monat Juli 2013

Ich bin ein Großstadtkind auf dem Dorf.

Aufgewachsen bin ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, taghell erleuchteter lebendiger Innenstadt bei Nacht, einem Überangebot an fremdländischen Restaurants und jeder Art von Kultur. Wir haben uns über allen möglichen Kram Gedanken gemacht. Der Coolste war der mit den intelligentesten Wortwitzen und dem umfangreichsten Wissen über Politik, Geschichte und Musik.

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Der Tag der toten Katzen

Bevor wir die Praxis richtig in Betriebsbereitschaft versetzt hatten, rief eine weinende Frau an, die eine angefahrene Katze gefunden hatte und fragte, ob sie gleich kommen könnte. Kein Thema. Wenige Minuten später war sie da, völlig aufgelöst. Sie war auf dem Weg zur Arbeit gewesen und hatte die Katze auf der Straße liegen sehen.

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Der Wellpappenmann

In meinem Kopf ist ein Mann. Er ist schon vor einer Weile heimlich dort eingezogen und ich habe es erst gemerkt, als ich bei Begegnungen mit ihm in der realen Welt immer häufiger in den Ignorieren-und-möglichst-heimlich-Beobachten-Modus verfallen bin.

Da ich mich in dieser Situation immer sehr feige und peinlich finde, habe ich an einem Samstagabend, an dem wir zufällig am selben Vergnügungsort nüchtern waren (alles falsch gemacht, ich weiß, kann ja nix werden), das Gespräch gesucht.

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Die Kuh

Mit diesem Tier verbringe ich die meiste Zeit. Sie ist schuld daran, dass ich fernab meiner Heimat in der Pampa wohne und arbeite. Denn ich bin Tierärztin und die Praxis, in der ich angestellt bin, betreut hauptsächlich Milchviehbetriebe.

Entgegen der landläufigen Meinung ist sie nicht lila und kann durchaus Hörner haben.

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